Abgabe von Energydrinks bald mit Altersbeschränkung?

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ist erfreut über den Vorstoß der SPD, den Verkauf von Energydrinks an Kinder und Jugendliche zu verbieten. Die aufputschenden Getränke könnten besonders bei Kindern fatale Nebenwirkungen haben, wie Ursula Schulte, Sprecherin der Bundestagsfraktion für den gesundheitlichen Verbraucherschutz, erklärt. In Großbritannien haben Handelsketten wie Lidl oder Aldi bereits den Verkauf von Energydrinks an Jugendliche unter 16 Jahren gestoppt.

In einer handelsüblichen Packungsgröße sind ca. 80 Milligramm Koffein enthalten. Wenn diese sehr süßen und erfrischenden Getränke in großen Mengen, schnell hintereinander getrunken werden, kann es zu Herzrasen, Bluthochdruck und Übelkeit kommen, erläutert der Präventionsexperte Josef Kahl vom BVKJ. In Kombination mit Alkohol oder anstrengender körperlicher Betätigung kann das sogar lebensgefährlich werden – vor allem wenn Vorerkrankungen am Herz vorhanden sind.