Crack & Freebase

Crack
Synonyme:

"rocks", "stein", "steinchen", "base"

Wirkstoff:
Kokain-Hydrochlorid

Substanz

Crack und Freebase sind rauchbare Produkte von Kokain.

Crack ist eine rauchbare Verbindung von Kokainpulver, das mit Bicarbonat (Backpulver) aufgebacken wird. Bei diesem Vorgang entstehen knisternde Geräusche, während das Wasser verdunstet und Klumpen entstehen, daher der Name Crack. Das Ergebnis sind weiß-gelblich gefärbte Kristalle oder Steine (rocks).

Insbesondere die Aufbereitung von Freebase geschieht mit hochexplosiven Stoffen, weshalb es häufig zu Unfällen und Todesfällen kommt.

Unterschiede Crack – Freebase
Der wesentliche Unterschied zwischen Crack und Freebase liegt in der Reinheit. Mittels eines chemischen Prozesses („Freebasing“ mit Ammoniak) wird der Salzsäureanteil des Kokain-Hydrochlorids abgetrennt und dadurch eine kristalline Form des Kokains gewonnen, das sich nur zum Rauchen und nicht zum intravenösen Konsum eignet, da es nicht wasserlöslich ist. Freebase ist im Unterschied zu Crack nahezu frei von allen Streckmitteln und Unreinheiten.

Konsumformen

Meist wird Crack und Freebase in speziell angefertigten Glaspfeifen (oder Metallpfeifen) geraucht, um es nicht heiß in die Lungen zu inhalieren. Alternativ wird auch von Alufolien geraucht.


Wirkung

Die Wirkung ist der von Kokain sehr ähnlich, jedoch stärker. Sie setzt bereits nach Sekunden ein und hält ungefähr 5-10 Minuten an. Crack gelangt aufgrund des Rauchens umgehend in die Blutbahn und wirkt sofort auf die Vorgänge im Gehirn, so dass der Rausch schlagartig eintritt. Für wenige Minuten kann ein Gefühl von Glück, höchster Konzentration/Aufmerksamkeit, Macht und Euphorie entstehen. In dieser Stimmung kann es auch zu Aggressionen, zur Selbstüberschätzung oder zu Wahnvorstellungen kommen.

Die zunächst erfolgende Anregung und Steigerung der Konzentrationsfähigkeit endet dann plötzlich abrupt und verwandelt sich in einen dramatischen psychischen Verfall oder eine intensive depressive Verstimmung. Weitere Wirkungen können sein:


Sucht und Abhängigkeit

Starke psychische Abhängigkeit, die bereits nach sehr wenigen Konsumeinheiten einsetzen kann. Aufgrund eines unstillbaren Verlangens werden diese Substanzen jeweils häufig über mehrere Tage hinweg, bis zur Erschöpfung, geraucht und es werden kaum Erholungspausen eingelegt. Nervosität und starke Unruhe durch Entzugserscheinungen und Neubeschaffung sind die Folge. Die Dosis muss nach und nach erhöht werden, um dieselbe Wirkung zu erzielen, was neben einer psychischen Belastung, auch zu einer enormen körperlichen Belastung führt.


Risiken und Safer use

Durch die Ablagerung von Verbrennungsrückständen, wie Ascheresten, sind Schädigungen der Lunge und der Atemwege möglich.

Crack-/ Freebase-Konsum während der Schwangerschaft kann durch die gefäßverengende Wirkung zu Verkrüppelungen und Lähmungen bei den sogenannten ‚Crack-Babys‘ führen.

Die Risiken beim Crack- und Freebasekonsum sind dieselben wie beim Kokainkonsum jedoch stärker ausgeprägt.

Risiken bei akutem Konsum können sein:

Risiken bei chronischem Missbrauch können sein:

Sollte Freebase oder Crack trotz aller bekannten Gefahren geraucht werden, ist es wichtig zu wissen, dass die pharmakologischen Wirkungen und auch die Nebenwirkungen im Vergleich zum Kokainkonsum noch stärker ausgeprägt sind.

Beim Crackrauchen gehören Schädigungen der Atmungsorgane, insbesondere der Lunge, zu den typischen Komplikationen. So kommt es bei der so genannten „Crack-Lunge“ u.a. zu Sauerstoffmangel im Blut oder Blutspucken infolge einer Lungenblutung. Wenn die Inhalation durch Pressen verstärkt wird, besteht u.a. die Gefahr krankhafter Luftansammlungen im Brustfellraum oder Herzbeutel.

Bei Dauerkonsum kann es zu völligen Erschöpfungszuständen kommen. Durch mögliche Verengung der Blutgefäße können Herzattacken die Folge sein. Ebenso kann es zu paranoiden oder schizophrenieartigen Zuständen führen. Die Realität wird beim Nachlassen der Wirkung als bedrohlich und feindselig empfunden.

Vorsicht: Freebase ist ein Form des Kokains, die noch konzentrierter ist als Crack!

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte jeglicher Konsum von Drogen konsequent vermieden werden, da er das Ungeborene schwer schädigt!

Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens folgende Hinweise beachten:

Bei Komplikationen und Notfällen sofort den Notarzt rufen. Unter der Nummer 112 kann ein Notarzt angefordert werden. Es ist wichtig, bei der betreffenden Person zu bleiben. Den Arzt aufklären, wie es zu dem Notfall gekommen ist.


Recht

Die Anwendung als Rauschmittel, sowie der Erwerb, Besitz und Vertrieb von Kokain und Crack zu diesem Zweck ist nach Anl. III Teil A BtMG (Betäubungsmittelgesetz) strikt verboten und kann mit Freiheitsentzug geahndet werden. Besitz und Konsum von Kokain haben in der Regel den Entzug des Führerscheins zur Folge.

Nachweiszeiten:
Kokain und Kokainverbindungen sind im Urin ca. 2 bis 4 Tage, im Blut etwa 6 Stunden nachweisbar.  In den Haaren kann Drogenkonsum je nach Haarlänge bis zu 6 Monate nachgewiesen werden (1 cm entspricht 1 Monat) Kokain gehört zu den am häufigsten überprüften Substanzen und ist in vielen Schnelltests vertreten.