Nikotin ist ein Alkaloid der
Tabakpflanze (Gattungen der Nicotianer), die zu den Nachtschattengewächsen
gehört.
Die Ursprünge der Tabakpflanze liegen in Mittelamerika.
Tabak wurde 1556 von Santo Domingo (Dominikanische Republik) aus
nach Spanien gebracht und wird heute fast auf der ganzen Welt
angebaut.
Der Wirkstoff Nikotin entsteht in den Wurzeln der Tabakpflanze
und wandert während des Reifungsprozesses in die Blätter.
Diese werden im getrockneten und fermentierten Zustand als Zigarette,
Zigarre, Zigarillos oder in der Pfeife geraucht.
Tabak enthält eine Reihe weiterer Alkaloide und krebserregender
Begleitstoffe, darunter beispielsweise Teer (Geschmacksstoff),
Cyanwasserstoff, Benzol, Formaldehyd, Blausäure, Nitrosamine,
Hydrazin, Vinylchlorid, Cadmium, Blei, Nickel, Chrom, Aluminium,
Stickstoff, Kohlenmonoxid u.a.
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| Nikotin wird durch Verglimmen des Tabaks freigesetzt.
Durch Inhalation gelangt es in die Lunge, von dort wird
es rasch in die Blutbahn aufgenommen und erreicht Sekunden
später das Gehirn.
Die unten beschriebenen Wirkungen
von Nikotin treten sehr schnell ein und können bei
einer einzigen Zigarette bis zu einer halben Stunde andauern.
Nikotin regt die Freisetzung von Dopamin an. Ein Gefühl von Wohlbehagen bis Hochstimmung wird
dadurch ausgelöst. Das ebenfalls freigesetzte Noradrenalin wirkt stimulierend und kann die Konzentrationsfähigkeit erhöhen.
Psychische Wirkungen:
- anregend
- beruhigend
- Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
- Unterdrückung des Hungergefühls
Körperliche Wirkungen:
- Zunahme der Herz- und Atemfrequenz
- höherer Blutdruck und geringerer Sauerstofftransport
durch Gefäßverengung
- Abkühlung der Haut aufgrund Durchblutungsstörungen
- Freisetzung von Adrenalin (stoffwechselsteigernd und fettabbauend)
- allgemeine Steigerung der Stoffwechseltätigkeit
- Schwindelgefühl
- Appetitzügelnde Wirkung
- Anregung der Darmfunktion
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Nikotin verfügt über ein sehr hohes Suchtpotential
und führt schnell in psychische und
körperliche Abhängigkeit (WHO).
Der Körper gewöhnt sich sehr rasch an die Wirkungen
des Nikotins. Um auf Dauer die gleiche angenehme Wirkung zu
erzielen muss mehr konsumiert werden.
Sobald dem Körper kein Nikotin mehr
zugeführt wird, nimmt die Menge des freigesetzten Dopamins und Noradrenalins im
Gehirn ab. Entzugserscheinungen sind die Folge:
- Unruhe
- Nervosität
- Schlafstörungen
- Konzentrationsstörungen
- Aggressivität
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Nikotin ist eines der wirksamsten bekannten Pflanzengifte.
Die tödliche Dosis liegt schon bei 40-100 mg reinem
Nikotin (entspricht ungefähr 2-3 gegessenen Zigaretten).
Für einen Säugling oder ein Kleinkind kann bereits
eine einzige verschluckte Zigarette tödlich sein.
Mehr als 40 verschiedene krebserregende und gesundheitsschädigende
Substanzen des Tabaks sind im Rauch einer Zigarette enthalten
und können somit auch Passivraucher schädigen.
Jährlich
sterben allein in Deutschland über 100.000 Menschen
an den Folgen des Rauchens (Drogen- und Suchtbericht
des Bundesministeriums für Gesundheit)
Risiken des akuten
Gebrauchs:
- Schwindelgefühl
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Erbrechen
- Herzrasen
Risiken des chronischen
Missbrauchs:
- körperlicher Leistungsabfall
- Bei hohem Konsum kann es zu Symptomen
wie etwa Kopfschmerzen, Zittern, schlechter Durchblutung,
Husten, etc. kommen.
- "Raucherhusten"
durch Belastung der Atemwege und der Lungenfunktion
- Chronische Bronchitis
- schwere Lungenerkrankungen
- Herz- und Kreislaufkrankheiten
- Magen- und Darmgeschwüre
- Verengungen
der Blutgefäße (Arteriosklerose)
mit möglichen Folgen wie z.B. "Raucherbein"
- Erhöhtes Risiko einer demenziellen Erkrankung (z.B.
Alzheimer)
- verschiedene Krebsarten wie z.B. Lungen- oder Kehlkopfkrebs
Folgende
Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und
sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer
trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens
folgende Hinweise beachten:
Lungen- und Atemwegserkrankte (z.B.Asthmatiker) sollten
ihre Organe nicht noch zusätzlich durch das Rauchen
belasten.
Schwangere Frauen sollten während der Schwangerschaft
auf Tabak verzichten: Schädigungen des ungeborenen
Kindes können die Folge sein.
Herz- und Kreislauferkrankte und Personen mit Herzinfarktrisiko
sollten in jedem Fall auf das Rauchen verzichten, da
sie ihren Körper durch Tabakkonsum zusätzlich
belasten.
Die zusätzliche Einnahme einzelner Medikamente
(z.B. Anti-Baby-Pille) kann zu Durchblutungsstörungen
führen. |