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Psychoaktive Pilze
 

getrocknete Pilze

Psilocybe Cubensis

 

Synonyme

Magic Mushrooms
Mushrooms
Zauberpilze
Psilos
Liberty Cap

 

Wirkstoff

Psilocybin
Psilocin

 

 
 

Pille-Palle Themen

 

In dieser Spalte findet ihr Beiträge rund um das Thema Drogenkonsum

Führerschein

Über die gängige Praxis des Führerscheinentzugs aufgrund Drogenkonsum. Alles zum Thema Führerscheinentzug, Ärztliches Gutachten, MPU, etc. Mit Schaubild.

 

Über Symptome und Faktoren psychischer und körperlicher Abhängigkeit, Kontrollverlust und Hilfemöglichkeiten.

 

Konsummuster

Die Frage nach dem Konsummuster ist der Blick auf die Art und Häufigkeit des Drogenkonsums. Wie lassen sich weiche und harte Konsummuster unterscheiden ?

 

Mischkonsum

Die gleichzeitige Einnehmen verschiedener Drogen bedeutet immer ein zusätzliches Risiko und ist in der Wirkung schwer einzuschätzen.

 

Sucht und Psychose

Hängengeblieben? Ein nicht unerheblicher Teil der psychischen Erkrankungen sind auf Drogenkonsum (v.a. Cannabis, Ecstasy, Kokain und Halluzinogene) zurückzuführen.

 

Symptome und Hilfemöglichkeiten bei Drogennotfällen. Was tun bei Überhitzung, Horrortrip, Atemstillstand, Krampfanfall, etc...

 
 
 
Substanz
 

Herkunft:

Psychoaktive psilocybinhaltige Pilze sind auf der ganzen Welt beheimatet. Während etwa 70 Prozent der psychoaktiven Pilzarten in Südamerika vorzufinden sind, ist bei uns in Europa vor allem der "spitzkegelige Kahlkopf" (Psilocybe semilanceata) bekannt. Weit verbreitet sind ausserdem die kommerziell hergestellten Psilocybe cubensis und Panaeolus cyanescens, die illegal weiterverkauft werden.

Wirkstoffe:

Die zwei psychoaktiven Wirkstoffe dieser Pilze sind Psilocybin und sein Abbaustoff Psilocin. Diese Stoffe zählen zu der Gruppe der Halluzinogene.

Konsumformen:

Pilze werden oral eingenommen, entweder getrocknet oder frisch gegessen, oder zum Tee aufgebrüht getrunken.

 
 
Wirkung
 

Die Wirkung setzt nach ca. einer halben Stunde ein und erreicht nach zwei Stunden ihren Höhepunkt, der in der Regel 2 bis 4 Stunden anhält. Das Wirkungsspektrum ist mit dem von LSD vergleichbar, die Rauschdauer ist aber wesentlich kürzer und wird von Konsumenten als sanfter, wärmer und weniger beängstigend erlebt.

Es entfaltet sich ein traumhafter und euphorisierender Zustand, der sich je nach Dosis folgendermaßen auswirken kann.

Körperliche Wirkungen:

  • Erhöhung von Körpertemperatur und Puls
  • Wärmegefühl stellt sich ein
  • Erhöhung der Aktivität und Ausdauer

Psychische Wirkungen:

  • Veränderung der optischen und akustischen Wahrnehmung und des Tastsinnes
  • Verändertes Raum- und Zeitempfinden
  • Verändertes Körperempfinden bis hin zum Gefühl der Körperlosigkeit
  • Verändertes Denken und Anregung der Phantasie
  • Unbewusste, verdrängte Erinnerungen und Gefühle können ins Bewusstsein zurückkehren
 
 
 

Chronischer Konsum von halluzinogenen Pilzen kann zu einer psychischen Abhängigkeit führen.

Bei wiederholter Einnahme ist mit einer steigenden Toleranzentwicklung zu rechnen.

Eine körperliche Abhängigkeit von der Droge ist nicht bekannt.

 
 
Risiken und Safer Use
 

Risiken des akuten Gebrauchs können sein:hohes Unfallrisiko

  • Große Schwankungen in der Wirkstoffkonzentration, daher keine exakte Dosierung möglich
  • Gefahr von Pilzvergiftung durch zu langes Aufbewahren von frischen Pilzen und durch Unkenntnis bzw. Verwechslungen bei selbstgesammelten Pilzen
  • Unangenehme Körperreaktionen wie Kopfschmerzen, Kältegefühl, Schweißausbrüche, Schwindelgefühl, Atembeschwerden, Herzrasen
  • Wahnvorstellungen und Zwangsgedanken
  • Panik
  • Horrortrips
  • ungeklärt ist die Gefahr der Auslösung latenter Psychosen

Risiken bei chronischem Missbrauch können sein:

Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen !

Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens folgende Hinweise beachten:Das Konsumieren von Pilzen stellt einen schweren Eingriff in die menschliche Psyche dar, der Zeit braucht, um verarbeitet zu werden.

Wer Pilze konsumiert, setzt bewußt seine Gesundheit aufs Spiel. Deshalb sollten Pilze auf keinen Fall regelmäßig eingenommen werden und schon gar nicht, wenn man sich in einer schlechten Stimmung befindet, dass der Rauschzustand aktuelle Zustände verstärken kann.

Wenn man trotzdem das Risiko von Gesundheitsschädigungen eingeht, sollte man wenigstens für eine angenehme und angstfreie Umgebung sorgen und nur mit guten Freunden konsumieren.

Da die Dosierung nur schwer einzuschätzen ist (Faktoren hierfür sind z.B. Körpergewicht, Substanzmenge, psychische Verfassung etc.) sollte mit einer sehr kleinen Dosis begonnen werden.

Vor dem Pilztrip sollte nur leichte Nahrung eingenommen werden. Mischkonsum mit anderen Drogen und Alkohol sollte vermieden werden. Dieser ist äußerst gefährlich. Die Wirkungen und Nebenwirkungen sind unkalkulierbar.

Werden Pilze auf Parties konsumiert, sollten Konsumenten daran denken, ausreichend alkoholfreie Getränke zu trinken und immer wieder Tanzpausen einzulegen.

Im Notfall sofort ins Krankenhaus. Dort wird eine Flüssigkeit verabreicht, die den Betroffenen mehrmals erbrechen läßt, um den Pilz aus seinem Magen zu bekommen. Es ist wichtig, den Arzt über die eingenommene Substanz aufzuklären. Falls der Betroffene oder sein Begleiter das Gefühl haben, dass der Arzt unsicher ist oder sich nicht wirklich mit Drogen auskennt, sollte ihm der Vorschlag unterbreitet werden, sich bei der Giftzentrale zu informieren.

 
 
Recht
 

Psilocybinhaltige Pilze fallen unter das Betäubungsmittelgesetz. Der Erwerb, Handel und Besitz ist unter Strafe gestellt, sofern die gesammelten oder auch gekauften Pilze zum Konsum als Droge bestimmt sind.

Von einer Strafverfolgung kann abgesehen werden, wenn dem Täter nur der Erwerb oder Besitz einer geringen Menge ausschließlich zum Eigengebrauch nachgewiesen wird.

ACHTUNG: Selbst wenn es nicht zu einem Verfahren kommen sollte, wird der Tatbestand in aller Regel an das Landratsamt weitergeleitet, was Auswirkungen auf den Führerschein hat (auch wenn man als Fußgänger "erwischt" wurde).

Zu beachten ist ferner der erschwerende Fall "der nicht unerheblichen Menge" (z.B. bei Cannabis mehr als 300 Konsumeinheiten) für Besitz und Handel sowie die Abgabe an Personen unter 18 Jahren (wenn der Täter über 21 Jahre alt ist), was mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet wird.

Psilocybin ist ca. 1-3 Tage nach der letzten Einnahme nachweisbar. In den Haaren ist jeglicher Drogenkonsum je nach Haarlänge nachweisbar ( 1 cm entspricht 1 Monat ).

 

 
     
 

 

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