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Meskalin
 

Peyote-Kaktus



getrocknete Peyote-Buttons



verpacktes Meskalin-Pulver

 

Synonyme

"Mescal", "Kaktus", "Peyote"

 

Wirkstoff

3,4,5-
Trimethoxy-ethylphenylamin

 

 
 

Pille-Palle Themen

 

In dieser Spalte findet ihr Beiträge rund um das Thema Drogenkonsum

Führerschein

Über die gängige Praxis des Führerscheinentzugs aufgrund Drogenkonsum. Alles zum Thema Führerscheinentzug, Ärztliches Gutachten, MPU, etc. Mit Schaubild.

 

Über Symptome und Faktoren psychischer und körperlicher Abhängigkeit, Kontrollverlust und Hilfemöglichkeiten.

 

Konsummuster

Die Frage nach dem Konsummuster ist der Blick auf die Art und Häufigkeit des Drogenkonsums. Wie lassen sich weiche und harte Konsummuster unterscheiden ?

 

Mischkonsum

Die gleichzeitige Einnehmen verschiedener Drogen bedeutet immer ein zusätzliches Risiko und ist in der Wirkung schwer einzuschätzen.

 

Sucht und Psychose

Hängengeblieben? Ein nicht unerheblicher Teil der psychischen Erkrankungen sind auf Drogenkonsum (v.a. Cannabis, Ecstasy, Kokain und Halluzinogene) zurückzuführen.

 

Symptome und Hilfemöglichkeiten bei Drogennotfällen. Was tun bei Überhitzung, Horrortrip, Atemstillstand, Krampfanfall, etc...

 
 
 
Substanz
 

Meskalin ist ein Alkaloid einiger Kakteenarten, am bekanntesten ist der "Peyote" (Lophophora williamsii), welcher in Mittelamerika heimisch ist. Bereits vor 7000 Jahren wurde Meskalin bei Ritualen der Ureinwohner Mittelamerikas verwendet.

Peyote ist ein kleiner runder Kaktus, der ca. 5 cm aus dem Boden heraustritt. Dieser überirdische Kopf des Kaktus (peyote-button, mescal-button) wird abgeschnitten und getrocknet.

Seit längerer Zeit ist jedoch auch eine chemische Vollsynthese möglich

Konsumformen:

Nach der traditionellen Anwendungsweise wurden die bitter schmeckenden getrockneten Meskalin-"Knöpfe" in stundenlangen Zeremonien langsam gekaut und geschluckt. Die Teilnehmer mussten Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen und Stechen im Hals überwinden, ehe die eigentliche Rauschwirkung eintrat.

Peyote wird frisch und getrocknet gegessen. Durch Abkochen der Peyote-"Knöpfe" kann Tee oder eine sirupartige Masse hergestellt werden, welche in Kapseln abgefüllt wird, um bei der Einnahme den bitteren Geschmack zu mildern. Peyote-Buttons können auch zu Pulver verarbeitet werden.

 
 
Wirkung
 

Die Wirkung von Meskalin ist von der von LSD kaum zu unterscheiden, außer, dass die körperlichen Nebenwirkungen z.B. der Brechreiz stärker sind. Die ersten körperlichen Symptome treten bereits 15 bis 30 Minuten nach der Einnahme auf. Nach 1-2 Stunden nehmen unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen ab und die ersten halluzinatorischen Rauscheffekte stellen sich ein.

Psychische Wirkungen:

  • Veränderung und Überlagerung der Sinneswahrnehmung
  • Bewußtseinsveränderung
  • Starke Stimmungsschwankungen
  • Fundamental veränderte Weltsicht

Körperliche Nebenwirkungen können sein:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • beim Kauen von Peyote-Buttons: Stechen im Hals
  • Zittern
  • Kieferverkrampfungen
  • Schweißausbrüche
  • Kältegefühl
  • erhöhte Temperatur
  • Pupillenerweiterung
  • Erhöhung von Puls und Blutdruck
  • verringertes Hungergefühl während der Wirkungsdauer, danach oftmals Heißhunger
  • Kopfschmerzen am nächsten Morgen
 
 
 

Keine körperliche Entzugssymptomatik, jedoch schnelle Toleranzentwicklung.

Wie bei allen Halluzinogenen kann eine psychische Abhängigkeit entstehen.

 
 
Risiken und Safer Use
 
Risiken des akuten Gebrauchs können sein:
  • Aufgrund von Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen besteht die Gefahr, an Erbrochenem zu ersticken
  • Horrortrips
  • Angstzustände, bis hin zu Todesangst
  • Auslösung endogener Psychosen
  • Auftreten neurotischer Störungen
Risiken des chronischen Missbrauchs können sein: Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens folgende Hinweise beachten:

Meskalin ist sehr schwer zu dosieren, da der Wirkstoffgehalt sehr starken Schwankungen unterliegt. Durch die orale Einnahme ist es sehr schwierig, sich an eine gewünschte Wirkung heranzutasten.

Mischkonsum mit anderen Drogen, Alkohol und Medikamenten vervielfacht die Risiken unkalkulierbar

Meskalin kann das aktuelle Befinden und die Grundstimmung des Konsumenten verstärken und kann deshalb unverdaute und verdrängte Probleme und Ängste zu einem "Horrortrip" vereinen. Die Anwesenheit eines guten Freundes, der Erfahrung hat und nüchtern ist, sowie die vertraute Umgebung des Konsumenten kann hilfreich sein.

Aufgrund häufig auftretender Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen sollte Meskalin nicht auf vollen Magen eingenommen werden.

Im Notfall sofort ins Krankenhaus. Dort wird eine Flüssigkeit verabreicht, die den Betroffenen mehrmals erbrechen läßt, um den Kaktus aus seinem Magen zu bekommen. Es ist wichtig, den Arzt über die eingenomme Substanz aufzuklären. Falls der Betroffene oder sein Begleiter das Gefühl haben, dass der Arzt unsicher ist oder sich nicht wirklich mit Drogen auskennt, sollte ihm der Vorschlag unterbreitet werden, sich bei der Giftzentrale zu informieren.

Die vollständige körperliche und psychische Regeneration benötigt einige Wochen. An Tagen unmittelbar nach dem Konsum ist das Ausüben des Berufs bzw. Besuch der Schule in der Regel nur eingeschränkt möglich.

 
 
Recht
 

Meskalin unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz, somit sind der Besitz, Handel und Erwerb strafbar. Obwohl der Besitz des lebenden Kaktus nicht verboten ist, gilt die Verarbeitung und Trocknung der Pflanzenteile als Herstellung eines Betäubungsmittels.

Meskalin kann ca. 1-4 Tage nach der letzten Einnahme im Urin nachgewiesen werden, in Haaranalysen bei wiederholtem Konsum wesentlich länger (1 cm entspricht etwa 1 Monat).

Wer unter dem Einfluß von Meskalin ein Fahrzeug führt handelt verantwortungslos. Auch wenn man als Fußgänger mit Meskalin erwischt wurde, kann der Führerschein entzogen werden.

 

 
     
 

 

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