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Kokain
 


Kokain-Strauch



Kokain-Pulver

 

Synonyme

"Koks", "Koka", "Schnee", "Puder", "Coke", "Kola", "Weisses"

 

Wirkstoff

Methyl-Benzoyl-Ecgonin

 

 
 

Pille-Palle Themen

 

In dieser Spalte findet ihr Beiträge rund um das Thema Drogenkonsum

Führerschein

Über die gängige Praxis des Führerscheinentzugs aufgrund Drogenkonsum. Alles zum Thema Führerscheinentzug, Ärztliches Gutachten, MPU, etc. Mit Schaubild.

 

Über Symptome und Faktoren psychischer und körperlicher Abhängigkeit, Kontrollverlust und Hilfemöglichkeiten.

 

Konsummuster

Die Frage nach dem Konsummuster ist der Blick auf die Art und Häufigkeit des Drogenkonsums. Wie lassen sich weiche und harte Konsummuster unterscheiden ?

 

Mischkonsum

Die gleichzeitige Einnehmen verschiedener Drogen bedeutet immer ein zusätzliches Risiko und ist in der Wirkung schwer einzuschätzen.

 

Sucht und Psychose

Hängengeblieben? Ein nicht unerheblicher Teil der psychischen Erkrankungen sind auf Drogenkonsum (v.a. Cannabis, Ecstasy, Kokain und Halluzinogene) zurückzuführen.

 

Symptome und Hilfemöglichkeiten bei Drogennotfällen. Was tun bei Überhitzung, Horrortrip, Atemstillstand, Krampfanfall, etc...

 

HIV und Hepatitis sind vor allem unter i.v.-konsumierenden Drogenabhängigen sehr verbreitet...

 

Auch wenn es für die meisten selbstverständlich ist. Die intravenöse Injektion von Drogen stellt eine unverantwortlich riskante Konsumform dar.

 
 
 
Substanz
 

Kokain wird aus den Blättern der Koka-Pflanze gewonnen. Der Hauptwirkstoff ist das Esteralkaloid Kokain. Über einen chemischen Prozess wird dieses aus seiner pflanzlichen Basis herausgelöst und in Kokain-Hydrochlorid umgewandelt. Dabei entsteht das "Rock-Kokain" (gelb-bräunlich, grobkörnig) oder in einem weiteren Schritt "Schnee" (weiße, geruchlose Kristalle), die übliche Handelsform des Kokains mit einem Wirkstoffanteil bis zu 90 %.

Zur Steigerung der Gewinnspannen der am Handel beteiligten Gruppen sinkt diese Konzentration durch das Strecken des Stoffes jedoch auf bis zu 20 %.

Konsumformen:

Kokain wird meist gesnieft. Eine weniger angewandte Konsumform ist die der intravenösen Injektion. Gelegentlich wird Kokain mit Heroin vermischt (Speedball). Die rauchbare Form von Kokain ist Crack bzw. Freebase.

 
 
Wirkung
 

Kokain hat eine aufputschende Wirkung. Es macht euphorisch und gibt das Gefühl, überaus dynamisch, kreativ und leistungsfähig zu sein. Hinzu kommt Appetitverlust und eine kurzfristige Förderung der Konzentrationsfähigkeit. Bereits in kleinen Dosen wirkt Kokain ausgesprochen stark.

Die gängigste Konsumform des Kokains ist das Schnupfen. Es kann aber auch gespritzt oder gegessen werden. Nach bestimmten chemischen Veränderungen ist es auch rauchbar (siehe Crack oder Freebase). Beim Konsum über die Nasenschleimhaut tritt die Wirkung schnell ein (nach ca. 3 Minuten) und hält etwa 15 bis 30 Minuten an. Die Wirkungen:

  • Starke Erregung des zentralen Nervensystems
  • Starker Bewegungs- und Rededrang (Überaktivität)
  • Großes Wohlbefinden bis hin zur Euphorie
  • Übersteigertes Kontaktbedürfnis
  • Sexuelle Erregung
  • enthemmtes Verhalten
 
 
Sucht und Abhängigkeit
 

Kokain kann sehr schnell und stark psychisch abhängig machen. Nach dem ersten Hoch folgt eine depressive Stimmung. Erneuter Kokainkonsum, um die Stimmung wieder zu heben, ist die Folge, aber das nächste Tief kommt bestimmt. Leicht gerät man in einen Strudel von Auf und Ab.

Der Konsum kann so zwanghaft werden, dass er unweigerlich in die Abhängigkeit führt. Die Dosis muss nach und nach erhöht werden, damit die Wirkung dieselbe bleibt.

 
 
Risiken und Safer Use
 

Risiken bei akutem Konsum können sein:

  • Extreme Angstzustände bis hin zur Psychose (Verfolgungswahn)
  • Halluzinationen
  • Herzrhythmusstörungen (Anstieg des Blutdrucks und Verengung der Blutgefäße. Herzinfarktrisiko)
  • Erschöpfungszustände


Risiken bei chronischem Konsum können sein:

  • Depressionen, Misstrauen, Verzweiflung und manische Überaktivität
  • Verdauungsstörungen
  • Veränderung der Persönlichkeit
  • Angst- und Wahnvorstellungen
  • Schlafstörungen
  • Impotenz
  • Abstumpfung der Gefühlswelt

Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens folgende Hinweise beachten:

Wer Kokain konsumiert, riskiert sehr schnell süchtig zu werden und setzt bewusst seine Gesundheit aufs Spiel. Wer dennoch konsumieren will, sollte zur Vermeidung weiterer Gesundheitsschäden wenigstens folgendes beachten:

  • Wegen des hohen Verkaufswerts ist Kokain häufig mit (möglicherweise toxischen) Streckmitteln versehen und qualitativ unkalkulierbar

  • Wegen der schnellen Toleranzbildung und des hohen Abhängigkeitspotentials sollte die Dosis möglichst niedrig sein und Nachlegen vermieden werden.

  • Sobald der Konsum regelmäßig wird, besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine psychische Abhängigkeit mit Suchtcharakter. Der Konsum sollte dann konsequent beendet und eventuell therapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Wer dennoch konsumiert und die stimulierende Wirkung verspürt sollte versuchen, durch nichtalkoholische Getränke und Tanzpausen eine Überhitzung und Dehydrierung (Austrocknung des Körpers mit Gefahr des Kreislaufkollapses) zu verhindern.

 
 
Recht
 

Die Anwendung als Rauschmittel, sowie der Erwerb, Besitz und Handel von Kokain sind nach Anl. III Teil A BtMG (Betäubungsmittelgesetz) strikt verboten und können mit Freiheitsentzug geahndet werden. Besitz und Konsum von Kokain haben in der Regel den Entzug des Führerscheins zur Folge.

Kokain ist im Urin ca. 2 bis 4 Tage, im Blut etwa 6 Stunden nachweisbar. In den Haaren ist jeglicher Drogenkonsum je nach Haarlänge nachweisbar (1 cm entspricht 1 Monat). Kokain gehört zu den am häufigsten überprüften Substanzen und ist in vielen Schnelltests vertreten.

Zu beachten ist ferner der erschwerende Fall "der nicht unerheblichen Menge" (z.B. bei Cannabis mehr als 300 Konsumeinheiten) für Besitz und Handel sowie die Abgabe an Personen unter 18 Jahren (wenn der Täter über 21 Jahre alt ist), was mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet wird.

 

 
     
 

 

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