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Benzodiazepine
 

Rohypnol

Benzodiazepine - Tabletten

 

Synonyme

"Benzos"
"Dias"
"Flunies"
"Rohpies"
"Rosch"

 

Wirkstoff

u.a. Flunitrazepam
und Diazepam

 

 
 

Pille-Palle Themen

 

In dieser Spalte findet ihr Beiträge rund um das Thema Drogenkonsum

Führerschein

Über die gängige Praxis des Führerscheinentzugs aufgrund Drogenkonsum. Alles zum Thema Führerscheinentzug, Ärztliches Gutachten, MPU, etc. Mit Schaubild.

 

Über Symptome und Faktoren psychischer und körperlicher Abhängigkeit, Kontrollverlust und Hilfemöglichkeiten.

 

Konsummuster

Die Frage nach dem Konsummuster ist der Blick auf die Art und Häufigkeit des Drogenkonsums. Wie lassen sich weiche und harte Konsummuster unterscheiden ?

 

Mischkonsum

Die gleichzeitige Einnehmen verschiedener Drogen bedeutet immer ein zusätzliches Risiko und ist in der Wirkung schwer einzuschätzen.

 

Sucht und Psychose

Hängengeblieben? Ein nicht unerheblicher Teil der psychischen Erkrankungen sind auf Drogenkonsum (v.a. Cannabis, Ecstasy, Kokain und Halluzinogene) zurückzuführen.

 

Symptome und Hilfemöglichkeiten bei Drogennotfällen. Was tun bei Überhitzung, Horrortrip, Atemstillstand, Krampfanfall, etc...

 

HIV und Hepatitis sind vor allem unter i.v.-konsumierenden Drogenabhängigen sehr verbreitet...

 

Auch wenn es für die meisten selbstverständlich ist. Die intravenöse Injektion von Drogen stellt eine unverantwortlich riskante Konsumform dar.

 
 
 
Substanz
 

Unter dem Begriff Benzodiazepine sind Wirkstoffe zusammengefasst, die ursprünglich in der Narkosemedizin verwendet wurden. Sie gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Benzodiazepine werden zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen, Angst, Erregung und innerer Unruhe eingesetzt.

Es gibt weit über 1000 verschiedene Arten benzodiazepinhaltiger Medikamente, die bekanntesten sind Valium© (Diazepam) und Rohypnol© (Flunitrazepam).

Benzodiazepine sind als Tabletten und auch in flüssiger Form erhältlich. Bei indikationsgerechter ärztlicher Anwendung werden Benzodiazepine in kleinsten Mengen über einen Zeitraum von 8 - 14 Tagen verabreicht.

Konsumformen:

Benzodiazepine werden oral eingenommen (geschluckt). Unter Opiatabhängigen gibt es jedoch auch Konsumenten, die Benzodiazepine in verflüssigter Form intravenös injizieren.

 
 
Wirkung
 

In zunehmenden Maße werden Benzodiazepine von Opiatabhängigen als Ausweichdroge vor allem in Verbindung mit Alkohol missbraucht. Auch in der Partyszene werden Benzodiazepine benutzt, um die Restwirkungen von aufputschenden Substanzen zu dämpfen. Die Wirkungsdauer von Benzodiazepinen kann aufgrund der vielen verschiedenen Präparate von 6-8 Stunden bis 24 Stunden pro Dosis variieren. Die Wirkung setzt bei intravenöser Injektion sofort und bei oraler Einnahme nach ca. 20-30 Minuten ein.

Psychische Wirkungen

  • Sedierende Wirkung
  • Angstlösende Wirkung
  • Enthemmtes Verhalten
  • mangelnde Urteilsfähigkeit
  • Verwirrtheit
  • Einschränkung von intellektuellen Leistungen
  • Blackouts - Vergessen von Ereignissen
Körperliche Wirkungen
  • eingeschränkte Feinmotorik
  • Verlangsamung des Herzschlages
  • Blutdruckabfall
  • Muskelschlaffheit
 
 
 

Beim Konsum von Benzodiazepinen besteht ein hohes körperliches, sowie psychisches Abhängigkeitsrisiko. Der regelmäßige Konsum von Benzodiazepinen führt schnell zu einer Toleranzentwicklung. D.h. dass selbst eine ständige Dosissteigerung nicht mehr zur erwünschten Wirkung führt, was wiederum die Gefahr einer Überdosierung birgt.

Je höher die Dosierung und die Häufigkeit des Konsums, desto höher ist das Gesundheitsrisiko beim Ausstieg. Die abrupte Beendigung nach hochdosiertem Langzeitgebrauch kann lebensgefährlich sein. Die Entzugserscheinungen nach dem Absetzen von Benzodiazepinen können über mehrere Wochen anhalten.

 
 
Risiken und Safer Use
 

Risiken des akuten Gebrauchs

  • Gefahr der Überdosierung vor allem durch die Wechselwirkung mit anderen zentral wirksamen Substanzen wie Barbituraten, Opiaten und Alkohol.
  • Schock
  • Bewusstlosigkeit
  • Krampfanfälle
  • aggressiv-enthemmtes Verhalten
  • Bei Schwangeren: Schädigung des Ungeborenen

Risiken des chronischen Missbrauchs

  • Die psychischen Auswirkungen des Langzeitgebrauchs von Benzodiazepinen sind recht vielfältig und reichen vom Gefühl, von der Umwelt ausgeschlossen zu sein bis hin zu Aggressivität und Feindseligkeit.
  • Längerer Gebrauch von Benzodiazepinen kann zu Atembeschwerden, einer starken Gewichtszunahme sowie nachlassender Libido führen.
  • Leberschäden
  • psychoseähnliche Zustände wie Verfolgungswahn
  • erhöhte Reizbarkeit
  • ca. 4-6 Wochen andauernde psychische und körperliche

    Entzugserscheinungen bei Abhängigkeit:

    • Verwirrtheit
    • Angst bis hin zu Panik und Paranoia
    • geistige Anspannung
    • Unruhe und Schlaflosigkeit
    • Schwitzen
    • Magen- und Muskelkrämpfe
    • epileptische Anfälle
    • Appetit- und Gewichtsverlust
    • Zittern
    • Herzklopfen
    • Übelkeit

Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens folgende Hinweise beachten:

  • Benzodiazepine sollten nie über einen längeren Zeitraum konsumiert werden (vom Arzt wird in der Regel für 8 bis max. 14 Tage verordnet).
  • Benzodiazepin-Abhängige sollten sich beim Entzug helfen lassen (Arzt, Entzugsstation). Versuche, den Konsum auf eigene Faust von heute auf morgen einzustellen, können lebensgefährlich sein.
  • Bei gleichzeitigem Konsum mit anderen zentral wirksamen Substanzen wie Alkohol, Barbituraten, Opiaten etc. besteht die Gefahr unkalkulierbarer Wirkungen, die bereits zu einigen Todesfällen geführt haben.

 
 
Recht
 

Benzodiazepine sind verschreibungspflichtige Medikamente, d.h. man kann sie nur mit einem ärztlichen Rezept legal erwerben. Ab einem bestimmten Wirkstoffgehalt (2 mg Flunitrazepam) unterliegen Benzodiazepine auch der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung, das bedeutet, dass man beim Erwerb gegen das BtMG verstößt.

Unter dem Einfluss von psychoaktiven Medikamenten ist das Führen eines Fahrzeuges generell nicht erlaubt. Werden bei einem Unfall solche Substanzen im Blut des Konsumenten nachgewiesen, erlischt der Versicherungsschutz.

Unabhängig davon kann beim Führen eines Fahrzeugs unter Einfluss von Benzodiazepinen der Führerschein entzogen werden. Die Wirkungsdauer einiger Benzodiazepine kann bis zu 24 Stunden andauern, der Konsument ist also nicht am Morgen danach automatisch wieder "nüchtern".

Nachweisbarkeit:

Benzodiazepine sind bei geringen konsumierten Mengen bis zu 3 Tagen, bei Langzeitkonsum bis zu 6 Wochen im Urin nachweisbar. Im Blut können Benzodiazepine einige Stunden bis Wochen nachgewiesen werden.

In den Haaren ist jeglicher Drogenkonsum je nach Haarlänge nachweisbar ( 1 cm entspricht 1 Monat ).

 

 
     
 

 

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