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Psychoaktive Pilze
 

Alkoholische Getränke

 

Wirkstoff

Ethylalkohol oder Ethanol

 

 

 

   
 

Alkoholische Getränke
und Alkoholgehalt

   
Getränk Vol. %
   
Radler 2,5
Bier 5
Starkbier 7,5
Smirnoff Ice 5,6
Bacardi Breezer 5,6
Desperados 5,9
Wein 10-12
Sekt 10
Martini 15
Baileys 17
Eierlikör 20
Kahlua 27
Fruchtlikör 30
Korn 32
Obstler
35
Pitu 40
Tequila 40
Weinbrand 40
Wodka 40
Whisky 40
Gin 40
Rum 40(-70)
Melissengeist 80
   
 
 

Pille-Palle Themen

 

In dieser Spalte findet ihr Beiträge rund um das Thema Drogenkonsum

Führerschein

Über die gängige Praxis des Führerscheinentzugs aufgrund Drogenkonsum. Alles zum Thema Führerscheinentzug, Ärztliches Gutachten, MPU, etc. Mit Schaubild.

 

Über Symptome und Faktoren psychischer und körperlicher Abhängigkeit, Kontrollverlust und Hilfemöglichkeiten.

 

Die Aufmachung als jugendliches Partygetränk hat Alcopops zu einem Verkaufsschlager gemacht. Die Zahl der Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen ist angestiegen...

 

Konsummuster

Die Frage nach dem Konsummuster ist der Blick auf die Art und Häufigkeit des Drogenkonsums. Wie lassen sich weiche und harte Konsummuster unterscheiden ?

 

Mischkonsum

Die gleichzeitige Einnehmen verschiedener Drogen bedeutet immer ein zusätzliches Risiko und ist in der Wirkung schwer einzuschätzen.

 
 
 
Substanz
 

„Alkohol“ (Ethylalkohol oder Ethanol) bezeichnet umgangssprachlich den berauschenden Bestandteil alkoholischer Getränke.

Bereits in der Mittelsteinzeit (10 000 bis 5 000 v. Chr.) begannen die Menschen mit der Herstellung alkoholischer Getränke. Mit der Entwicklung des Ackerbaus standen diese in größerem Umfang zur Verfügung. Alkohol wurde aufgrund seines hohen Kaloriengehalts ein wichtiges Nahrungsmittel.

Bis vor etwa 100 Jahren waren Bier und Wein die einzigen schmerzlindernden und betäubenden Mittel, die bei medizinischen Eingriffen verabreicht werden konnten.

Der Anteil reinen Alkohols ist von Getränk zu Getränk unterschiedlich. Alkohol kann auch in Pralinen, anderen Süßigkeiten und Fertigsoßen vorkommen.

 
 
Wirkung
 

Alkohol dringt über die Schleimhaut des Verdauungstraktes rasch in die Blutbahn und durchströmt den gesamten Organismus. Er beeinflusst vor allem die Bereiche des Gehirns, die Bewusstsein und Emotionen steuern und wirkt zunächst anregend, in mittleren und höheren Dosen betäubend.

Abhängig von der Dosis wird hierbei der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt, dem man die anregende und euphorisierende Wirkung des Alkohols zuschreibt.

Etwa 30-60 Minuten nach der Alkoholaufnahme wird die höchste Blutalkoholkonzentration erreicht. 2-5% des Alkohols werden über Atemluft, Schweiß und Urin ausgeschieden, während der Hauptabbau über die Leber erfolgt. Abhängig von verschiedenen individuellen Faktoren beträgt die Abbauzeit beim Menschen etwa 0,1-0,2 Promille stündlich.

Folgende Faktoren beinflussen das Abbautempo:

  • Geschlecht (Alkohol baut sich bei Frauen langsamer ab)
  • Gewicht (höheres Gewicht = geringere Alkoholkonzentration)
  • Körpergrösse (siehe Gewicht)
  • Alter (verantwortlich für den Alkoholabbau im Körper ist u.a. ein Enzym, das in der Leber produziert wird. Die Produktion dieses Enzyms nimmt im Alter ab)
  • Mageninhalt (nüchterner Magen erhöht die Alkoholkonzentration)

Psychische Wirkung:
  • Entspannung, Beruhigung
  • Gehobene Stimmung (Euphorie) - gesteigerte Kontaktfreude - Verlust von Hemmungen - Verdrängung von Ängsten
  • Ebenso möglich: depressive Stimmung
  • Abnahme der Kritikfähigkeit
  • Bewusstseinstrübung
  • Erhöhte Risikobereitschaft und Aggressivität, Gewalttätigkeit
Körperliche Wirkung:
  • Herz/Kreislaufsystem wird angeregt (Erweiterung der Haut-Blutgefässe, Körper gibt mehr Wärme ab)
  • Einschränkung des Sehfeldes (Tunnelblick)
  • Doppeltsehen
  • Gleichgewichtsstörungen und Koordinationsstörungen bis hin zu Lähmungserscheinungen
  • Orientierungsschwierigkeiten
  • Sprachstörungen
  • Verlangsamung des Reaktionsvermögens
 
 
 

Regelmäßiger Konsum von alkoholischen Getränken führt zu steigender Toleranzerweiterung. In Deutschland sind ca. 1,6 Millionen Menschen körperlich und seelisch alkoholabhängig.

Entzugssymptome wie Nervosität, Zittern oder Schlafstörungen sind deutliche Hinweise für beginnende oder bereits chronische Abhängigkeit.

Weitere Alkoholentzugserscheinungen können sein:

Psychische Abhängigkeit:

  • Unruhe
  • Gereiztheit
  • Vielfältige Ängste
  • Depressive Verstimmungen bis hin zu Selbstmordgedanken

Körperliche Abhängigkeit:

 

Klassische Stadien und Typen des Alkoholismus
   

psychische Abhängigkeit

Konflikttrinken bei entsprechender Gelegenheit

   

begünstigt durch Milieu und/oder Beruf

Hoher aber unregelmäßiger Alkoholkonsum

Psychische oder körperliche Abhängigkeit noch nicht gegeben.

gesundheitliche Schäden

   

körperliche und psychische Abhängigkeit

Toleranzentwicklung

Entzugserscheinungen

körperliche und psychische Schäden

Familiäre und berufliche Probleme.

   

versucht nur noch, den Alkohol-Pegel zu halten um Entzugssymptome zu vermeiden.

körperliche Abhängigkeit vordergründig

psychische Abhängigkeit nach einigen Jahren möglich

   

Selbstmedikation gegen Spannungszustände und Depressionen

Während der Trinkerphase liegt körperliche und psychische Abhängigkeit vor.

Die Intervalle zwischen Trink- und Trockenphasen können immer kürzer werden und in chronischen Alkoholismus übergehen.


 
 
Risiken und Safer Use
 

Risiken des akuten Gebrauchs:

  • Erhöhte Unfallgefahr
  • Steigende Wechselwirkung mit zahlreichen Medikamenten
  • Ausschaltung des Erinnerungsvermögens (Filmriss)
  • Lähmung des Atemzentrums
  • Verletzungen wie Verbrennungen oder Erfrierungen durch betäubende Wirkung des Alkohols
  • Zerstörung von Gehirnzellen
  • Alkoholvergiftung mit Todesfolge (Tod durch Atemstillstand)


Risiken des chronischen Missbrauchs:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Vorzeitiges Altern
  • rötliche Hautveränderungen
  • Nervenentzündungen
  • Magenschleimhautentzündungen
  • Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen
  • Korsakow-Syndrom: Zerstörung von Gehirnzellen (zuerst Einschränkung der Erinnerungsfähigkeit, schließlich Minderung der Intelligenz, geistiger Abbau)
  • Depressionen, Angstzustände
  • Alkohol wirkt auf die Insulinausschüttung und die Fettausschüttung im Körper, was bei chronischem Alkoholkonsum eine Ursache für Diabeteserkrankungen und für frühzeitige Arteriosklerose, Gicht und Neuralgien sein kann.
  • Beeinflussung des körperlichen Abwehrsystems. Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht die Anfälligkeit gegenüber Infektionen und behindert die Heilungsfähigkeit bei bestehenden Infektionen.
  • Störung der Sexualfunktion: Bei Männern kann es zu Potenzstörungen kommen - bei Frauen zu Zyklusstörungen und Störungen des Sexualtriebes.
  • Epileptische Anfälle
  • Magen- und Darmgeschwüre
  • Schwere Schädigungen der Leber, des Herzens und der Bauchspeicheldrüse
  • Erhöhtes Krebsrisiko (z.B. Leberkrebs, Speiseröhrenkrebs)

In Deutschland sterben jährlich bis zu 50.000 Menschen an den unmittelbaren oder Langzeitfolgen des Alkoholmissbrauchs.

Folgende Infos richten sich ausschließlich an Konsumenten und sind nicht als Konsumaufforderung zu verstehen ! Wer trotz der bekannten Risiken konsumiert, sollte wenigstens folgende Hinweise beachten:

  • Nicht auf nüchternen Magen trinken, da der Alkohol dadurch schneller wirkt.
  • Zwischen alkoholischen Getränken Wasser zu trinken kann Betrunkenheit vorbeugen.
  • Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten beachten. Alkohol kann die Wirkung einzelner Medikamente verstärken, was unter Umständen zu gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen führen kann. Besser den Arzt nach möglichen Wechselwirkungen mit Alkohol fragen.
  • In bestimmten Situationen (Autofahren, Arbeit, bei großer Hitze) ganz auf Alkohol verzichten.
  • Bei bestehenden Infektionskrankheiten (z.B. Grippe) ganz auf Alkohol verzichten, da dieser die Abwehrkräfte schwächt.
  • Alkohol nicht mit atemdepressiven Substanzen wie GHB, Ketamin, Benzodiazepinen etc. kombinieren ( kann z.B. zu Atemdepression, Atemstillstand führen!). Die Kombination von Alkohol mit GHB ist einer der häufigsten Gründe für Drogennotfälle.
  • Alkohol nicht mit aufputschenden Substanzen kombinieren (z.B. Ecstasy, Kokain, Speed etc.): große Belastung von Leber, Nieren und Kreislauf, trocknet den Körper aus und kann zu Wärmestau und Überhitzung führen.

 
 
Recht
 

Alkohol ist in Deutschland legal erhältlich. Im Jugendschutzgesetz ist geregelt, dass an Jugendliche ab 16 Jahren legal Bier, Wein, Obstwein und Sekt abgegeben werden dürfen, Branntwein und branntweinhaltige Getränke aber erst ab 18 Jahren.

Ebenfalls erst ab 18 Jahren dürfen sogenannte Alcopops abgegeben werden (süsse Designer-Mixgetränke die mit Hochprozentigem wie Martini, Tequila oder Wodka versetzt sind).

Alkohol und Führerschein

Alkohol spielt eine wichtige Rolle als Ursache von Verkehrsunfällen. Das Risiko steigt naturgemäß mit der Höhe der Blutalkohol-konzentration (BAK). Daher hat der Gesetzgeber bzw. die Rechtssprechung des BGH Grenzwerte für die BAK vorgegeben, bei deren festgestellter Überschreitung auch ohne einen Unfall Sanktionen (Geldbußen, Fahrverbot) verhängt werden.

Wer mit einer BAK bis 0,3 Promille ein Fahrzeug führt, macht sich nicht strafbar. Dies ändert sich jedoch, wenn man in einen Unfall verwickelt wird:

Bei Unfall ab 0,3 Promille BAK:

  • 6 Monate Führerscheinentzug
  • Geldstrafe von 30-45 Tagessätzen
  • 7 Punkte in Flensburg

Ab 0,5 Promille BAK spricht man von der relativen Fahruntüchtigkeit, die im § 24a StVG verankert ist und als Ordnungswidrigkeit geahndet wird.

Folgen bei 0,5 Promille BAK: (z.B. Verkehrskontrolle)

  • Geldbuße 250 €
  • 4 Punkte in Flensburg
  • 1 – 3 Monate Fahrverbot

Bei Unfall ab 0,5 Promille BAK:

  • 6 Monate Führerscheinentzug
  • Geldstrafe von 30-45 Tagessätzen
  • 7 Punkte in Flensburg

Ab 1,1 Promille BAK

ist man absolut fahruntüchtig (Straftat nach § 315c StGB, § 316 StGB).

Folgen bei 1,1 Promille BAK: (z.B. Verkehrskontrolle)

  • Geldbuße 30-60 Tagessätze
  • 7 Punkte in Flensburg
  • mindestens 9 Monate Fahrverbot


Bei einem Unfall sind die Konsequenzen weitreichend: man hat eine Straftat begangen und wird z.B. wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt und bestraft. Der Versicherungsschutz von Autohaftpflicht- und Kaskoversicherung , privater Unfallversicherung und Berufsgenossenschaft erlischt teilweise oder vollständig.

Bei Unfall ab 1,1 Promille BAK:

  • mindestens 12 Monate Führerscheinentzug
  • Geldstrafe von 45-120 Tagessätzen oder Freiheitsstrafe
  • 7 Punkte in Flensburg

Bei einer BAK ab 1,6 bis 2,0 Promille

(je nach Bundesland) erfolgt eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), da mit großer Wahrscheinlichkeit chronischer Alkoholmissbrauch vorliegt (nur Menschen, die ständig zuviel trinken, können derart alkoholisiert noch ein Auto steuern bzw. dies versuchen). Wer die Fahrerlaubnis wiedererlangen möchte, ist zur MPU verpflichtet und trägt die damit verbundenen Kosten!


Übrigens: wer betrunken Fahrrad fährt, kann ab 1,6 Promille auch auf diese Weise den Führerschein verlieren. Wer als betrunkener Fahrradfahrer (auch schon ab 0,3 Promille BAK) einen Unfall verursacht, macht sich strafbar.


 

 
     
 

 

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